16 Woher kommt das Wort Hinduismus?

Das Wort Hindu ist vom Namen des Flusses Indus abgeleitet. Die Religion Hinduismus ist in einem Zeitraum von mehr als viertausend Jahren gewachsen. Sie wurde nicht von einer bestimmten Person gegründet und beruft sich auch nicht auf einen Propheten. Daher verbringt sich hinter der Bezeichnung „Hinduismus“ eine Vielzahl unterschiedlicher religiöser Vorstellungen. Deshalb gibt es auch kein Glaubensbekenntnis, das für alle Hindus gültig ist. Ebenso ist der Glaube an einen bestimmten Gott nicht verbindlich. Dennoch gibt es religiöse

Vorstellungen, die für alle Hindus gleichermaßen gelten.

Wie heißen die heiligen Schriften des Hinduismus?

Die heiligen Schriften des Hinduismus sind sehr umfangreich und in Sanskrit, der altindischen Gelehrtensprache aufgeschrieben.

Zwei für den Hinduismus sehr bedeutende Werke sind das Ramayana und das Mahabharata. Das Ramayana berichtet vom göttlichen Helden Rama. In vielen tausend Versen werden Ramas Geburt, seine Kindheit und seine Abenteuer geschildert. Es wurde auch in die deutsche Sprache übertragen.

Das Mahabharata ist ebenfalls eine sehr umfangreiche und alte Dichtung, die von Göttern, Helden und großen Kämpfen erzählt. Das Mahabharata ist das längste Gedichtwerk der Welt. Sie zeigen am Beispiel der Erlebnisse der Helden, was gut und böse ist, wie ein Mensch richtig handelt, und wie er zu Gott finden kann. Ein Abschnitt aus dem Mahabharata heißt Bhagavad-gita , „ Gesang des Erhabenen“. Dieses Buch ist auch die heilige Schrift des Hinduismus. Das Werk erzählt von dem Helden Arjuna, der sich vor einer großen Schlacht mit dem Fahrer seines Streitwagens unterhält. Dieser Wagenlenker heißt Krishna und ist eine Verkörperung des Gottes Vishnu. Vishnu hat menschliche gestalt angenommen, um die Menschen den Weg der Gottesliebe (bhakti) zu lehren.


Tvameva mata cha pita tvameva,
Tvameva bandhuscha sakha tvameva,
Tvameva vidya dravinam tvameva,
Tvameva sarvam mama deva deva,

Kayena vacha manasendriyairva
Buddhyatmanava prakriteh svabhavat
Karomi ya-dyat sakalam parasmai
Narayayanayeti samarpayami


Du bist meine Mutter und mein Vater.
Du bist mein Freund und mein Gefährte.
Du bist mein Wissen und mein Reichtum.
Du bist mein Ein und Alles-oh mein Gott!

Meine Worte und meine Sinne,
meinen Körper, Geist, Verstand, Atem und
die Neigungen der Natur, - all meine Handlungen
weihe ich dem höchsten Herrn.


8. TUOHAAR

10 Religiöse Minderheiten zum Übertritt gezwungen

11 Der Hinduismus

12 Zentralrat der afghanischen Hindus und Sikhs

13 Philosophie des Glücks

15 Hinduismus (von Roswitha)


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